Blockstrecker
            närrische Tradition.

BLOCK    -
       STRECKER

„Blockstrecker“ nennt man die Daugendorfer für einen Schwabenstreich, als beim Donaubrückenbau zu kurz abgesägte Balken mit Hilfe von Pferden in die Länge gezogen werden sollten. Dieser Schwabenstreich lebt seit einigen Jahren an der Fasnet immer wieder neu auf. Damit zeigen die Daugendorfer, dass sie es niemandem krumm nehmen, wenn sie mit dem Spitznamen „Blockstrecker“, der von den Vorfahren zur Gaudi entstand, gehänselt werden.

Die älteste Urkunde in der Daugendorf genannt ist, stammt aus dem Jahr 805. Der Ort hieß damals Teugendorf. Mit Wirkung vom 1. Mai 1972 wurde Daugendorf laut den Beschlüssen des Gemeinderats und der Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen, ein Ortsteil von Riedlingen. Mit ca. 600 Einwohnern kann sich die Blockstreckergemeinde Daugendorf zu den kleinsten Narrenorten in der oberschwäbischen Fasnetslandschaft dazu rechnen. 

Der Fasnetbrauchtum wird jedoch in Daugendorf seit alter Zeit von jung und alt mit viel Humor gefeiert. Am Fasnetsonntag wurde schon in den frühen Jahren von den jungen Burschen die Fasnet verkündet, wobei unter anderem heitere Geschehnissen des vergangenen Jahres in humorvollen Geschichten aufgefrischt wurden.

1976

GRÜNDUNGSJAHR

+350

MITGLIEDER

4

ORTSCHAFTEN

Wir l(i)eben unsere Kultur – mit Herz und Tradition

Als Verein sind wir stolz auf unsere Daugendorfer Kultur und das überlieferte Brauchtum. Der Spitzname „Blockstrecker“ ist für uns mehr als nur Geschichte – er lebt weiter in unserem Narrenmarsch, dem Blockstreckerlied, in Gedichten und in unseren Veranstaltungen rund um die Fasnet. Mit Leidenschaft und Gemeinschaftssinn halten wir unsere Traditionen lebendig und zeigen: Kultur ist bei uns nicht nur Erinnerung, sondern aktives Erleben.

NARRENMARSCH

Der Klang unserer Heimat:
Mit dem Daugendorfer Narrenmarsch feiern wir unsere Geschichte, unseren Humor und das lebendige Brauchtum der „Blockstrecker“. Ob bei der Fasnet oder besonderen Anlässen – der Marsch ist Ausdruck unserer Kultur und ein musikalisches Highlight für alle Generationen.

BLOCKSTRECKERLIED

Mit Witz, Stolz und musikalischem Schwung erzählt das Blockstreckerlied die legendäre Geschichte der Daugendorfer „Blockstrecker“. Ein Lied, das unsere Fasnet-Tradition lebendig hält und zum Mitsingen einlädt – ob beim Umzug, auf der Bühne oder einfach in geselliger Runde.
 

DAS GEDICHT

Bevor gesungen wurde, wurde gedichtet: Das Blockstrecker-Gedicht erzählt mit viel Charme und Humor die Ursprungslegende der Daugendorfer „Blockstrecker“. Es bildet die Grundlage für unser beliebtes Lied und ist ein Stück lebendige Fasnet-Geschichte.
 

Tradition, die bewegt ... Marsch Marsch!

Der Daugendorfer Narrenmarsch


Der Klang unserer Heimat: Mit dem Daugendorfer Narrenmarsch feiern wir unsere Geschichte, unseren Humor und das lebendige Brauchtum der „Blockstrecker“.

Ob bei der Fasnet oder besonderen Anlässen – der Marsch ist Ausdruck unserer Kultur und ein musikalisches Highlight für alle Generationen.

Des Debatat geit oifach nemme luck,
drom baut ma z´Daugadorf a Donabruck,
ma hot glei Bäum rausgrissa, mitsamt dr Wuz,
s´Gschick hot oin det scho bschissa, d´Weidäg send halt z´kuz,
ma hot glei Bäum rausgrissa, mitsamt dr Wuz,
s´Gschick hot oin det scho bschissa, d´Weidäg send halt z´kuz.


Ond weil dr Schultes jo dr Gscheidascht ist,
woiß er en Rot mit seiner Bauralist,
er loat die Blöck glei strecka mit Ross und Ma,
se ziehat zom Verrecka s´wächst em halt nix na,
er loat die Blöck glei strecka mit Ross und Ma,
se ziehat zom Verrecka s´wächst em halt nix na.


Ond seither müssat älle Groß und Klei,
em ganza Örtle halt Blockstrecker sei,
des isch koi große Bürde, des druckt itt schwer,
ma trait des voller Würde, gar no mit ra Ehr.
des isch koi große Bürde, des druckt itt schwer,
ma trait des voller Würde, gar no mit ra Ehr.


Tautschbuchhexa mitm Besa,
treibat ihra fürchtigs Wesa,
Tautschbuchhexa mitm Besa,
treibat ihra fürchtigs Wesa,
juckat as ob´s Mäusle beißt,
dass oim schiergar s´Gmächt verreißt.
Tautschbuchhexa mitm Besa treibat ihra fürchtigs Wesa.


Daugadorfer Buaba, hand froha Mut,
Daugadorfer Mädla send rondrom gut,
on dem ganza Örtle lauter brave Leut,
i wisst also gar itt, ob´s abbas bessers geit.

...
(...)

Daugendorfer Geschichte zum Mitsingen!

Unser Blockstreckerlied

Mit Witz, Stolz und musikalischem Schwung erzählt das Blockstreckerlied die legendäre Geschichte der Daugendorfer „Blockstrecker“. Ein Lied, das unsere Fasnet-Tradition lebendig hält und zum Mitsingen einlädt – ob beim Umzug, auf der Bühne oder einfach in geselliger Runde.
 

Das Lied wurde von Michael Reiter komponiert – basierend auf dem originalen Gedicht von Michel Buck (1832–1888), das die humorvolle Geschichte der Blockstrecker erstmals literarisch festhielt.

1.
Z' Daugadorf am Donawasser stoht a mancher Bürger still,
wenn er au fürs Leaba geara num uff d'ander Seita will.


2.
Und er Sait:" Ma sott a Bruck halt über d'Doana macha lau,
könnt a jeder übers Wasser o' versoffa driebert gau.


12.
Aber wia se schreiet ziehet und dia Roß au treibet a,
und mit ihre Goisla schnöllet 's wächst halt nix an d Balka na.


13.
Z'lestschta isch ens doch no komma, und da Stroich den seahnt se ei, müsset, wenn sesno so zürnet seither halt d'Blockstrecker sei.


Refrain: 
Blockstrecker, Blockstecker ziehet an dem Balka a,
Blockstrecker, Blockstrecker kommet an dr Fasnetr dra.
 

Komponiert von Michael Reiter 

18. Jahrhundert ... wo alles begann ...

Das Blockstrecker-Gedicht

Bevor gesungen wurde, wurde gedichtet: Das Blockstrecker-Gedicht erzählt mit viel Charme und Humor die Ursprungslegende der Daugendorfer „Blockstrecker“. Es bildet die Grundlage für unser beliebtes Lied und ist ein Stück lebendige Fasnet-Geschichte.

Verfasst wurde das Gedicht von Michel Buck (1832–1888), einem schwäbischen Dichter, der mit seinen Werken das Leben und die Eigenheiten der Region liebevoll festhielt.

Z Daugadorf am Donauwasser
Stoht a mancher Bürger still,
Wenn er au fürs Leba gern,
Num uff dr andr Seita will.

Und er sait: „Ma sollt a Bruck halt
Über d Donau macha lau;
Könnt a jeder übers Wasser
Au‘ versoffa duri gau“.

Depatat wie Schulz und Richter
Rechnet do noch Kösta aus
Und se kaufet Holz und schloifets
Uff da Platz zur Donau naus.

D Gsella pfeifet mit em Moischter
I vergönn en’s Pfeifa it,
S lauft jo alles wia am Bendel,
Und der Schultes pfeift no mit.

Und se speiet, wo ma richt ist,
Nei en ihre große Händ,
Und se packet do en Balka,
Packet a bei boide End.

Und se werdet rot vor Lupfa
In de Gsichter, rund und bläht,
Daß do manchem Zimmeregsella
D Hosa krachet in de Näht.

Und se schaffet was se könnet,
„Jetza laud de Balka na !“
D Gsella spitzet ihre Mäuler
Zum a „Hui Viktoria !“

Aber oh, es will it langa.
Schreit ma hanna: „So jetzt tuts“,
Schreit ma überm Wassar danna:
„S Wetter schla, jetzt ist er zu kurz“.

Dr Moister lohnt sei lustigs Pfeifa,
D Gsella machets au a so,
Und se scherrat an den Häupter
Und se stand wias Kindle do.

„Loset Leutla !“ sait dr Schultes,
Frisch ans Werk und it verzagt
Meine Fuchsa werdet helfa,
Auf, da Balka wieder packt !

Denn mer setzet an di Blöck glei
Drei paar Roß an jedes End,
Und mer ziehet und mer strecket,
Bis die Koga länger sind !“

Aber, wie se schreiet, schnöllet
Und dia Roß au treibet a‘,
Und aufd Schattaseita hauet,
S wächst en nix an d Balka na.

Zletzta ist ens nocha komma,
Und da Stroich, dea sehn se ei,
Müsset, wenn ses noch so zürnet,
Doch halt d „Blockstrecker“ sei.
 

Michael Buck
(1832 - 1888)

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