Unsere Vereinschronik Ein Blick zurück mit Herz und Humor

Jeder Verein hat seine eigene Geschichte – und genau diese möchten wir hier lebendig halten.

 Gründung des Narrenvereins

In den Siebziger Jahren wird immer wieder von den Narren der Wunsch geäußert , am Fasnetssonntag einen „richtigen“ Hausumzug zu organisieren. Der Gedanke an einen Narrenverein wird jedes Jahr aufs Neue aktuell.
Aus Worten folgten Taten und 1976 war es soweit. Es wird ein Narrenverein gegründet.
Bei Abbrucharbeiten in Riedlingen kommt schon 1975 eine „Giraffe „ ans Tageslicht, die jetzt als Symbolfigur für den neu gegründeten Narrenverein herangezogen wird.
Nov.1976    Gründungsversammlung des NV  Giraffe im Gasthaus „zum Neuen Haus“. Narren-Ruf: Heja-Safari
Gründungsmitglieder: Karl Spies, Max Butscher, Felix Hagel, Franz Seifried Walter Bek, Christa Bek, Rudi Sauter
Der Narrenverein Giraffe ist kein eingetragener Verein und besteht lediglich aus  Ausschussmitglieder, die sich zur Aufgabe  machen , die Fasnet zu beleben. Hauptaufgabe des Vereins ist die Organisation des Fasnetssonntagsumzuges und des Blockstreckermarktes .
Ausschussmitglieder: Karl Spies, Hilda Dörfner, Elfriede Spies, Max Butscher, Alfred Stöhr ,Walter Beck, Christa Bek, Richard Szysko

 

Seit der Gründung organisiert der NV nun alljährlich am Fasnetssonntag den Hausumzug   , welcher von Kaiser Franz I (Frenzle) mit seiner motorisierten Giraffe stolz angeführt wird. Der Umzug wird in erster Linie von Einheimischen und Grüninger Narren gestaltet .
Der Blockstreckerexpress entsteht und die Frauenlaufgruppe , Landjugend, Einzelnarren ,die Musikkapelle, sowie  verschiedene andere Laufgruppen und Gruppen mit ihren selbstgebauten Wagen  sorgen alljährlich dafür, dass der Umzug ein farbenfrohes und abwechslungsreiches Bild abgibt. 
Eine Besonderheit des Hausumzuges  ist die fahrbare Bühne , auf der die Ex-Reservistenkameradschaft lustige und aktuelle ortspolitische  Ereignisse vom Vorjahr nochmals  in einzigartiger Weise in Erinnerung bringt. Den Text  dazu liefert jeweils der Daugendorfer Heimatdichter August Mohn.

Der Bürgerball wird weiterhin gemeinsam von den örtlichen Vereinen organisiert und in der Gemeindehalle gefeiert.


Der 1. Blockstreckermarkt findet statt. Er ist ein weiterer Höhepunkt in der Daugendorfer Hausfasnet. Ein Anziehungspunkt ist sicher die Daugendorfer Dennet mit Leberkäs und die vielen Markt und Juxstände, an denen man sich mit lebenswichtigen Sachen eindecken kann. Dieser wird am Rosenmontag ab 9 Uhr im und vor dem Maschinenschuppen von Franz Fiesel durchgeführt.

Am Fasnetsdienstag wird die Tradition fortgesetzt und der Narrenverein beteiligt sich mit seinem Kaiser Franz I auf der Giraffe, dem Blockstreckerexpress , die Frauenlaufgruppe, die Landjugend  und sonstigen verschiedenen  Laufgruppen und Wagen am Umzug in Riedlingen. Natürlich immer in Begleitung vom Musikverein.
Am Abend findet wie gewohnt der Lampionsumzug statt.

1979  Am glombigen Donnerstag befreien die Hexen und der NV zuerst gemeinsam die 1.Klasse im Schulhaus in Daugendorf.
Anschließend machen sie sich auf den Weg in die Unlinger Schule und befreien dort gemeinsam mit der NZ Unlingen die armen stressgeplagten Schüler.

1981  Der Kartenvorverkauf für den Bürgerball wird eingeführt

1985  Der frischgegründete eigenständige Fanfarenzug Daugendorf umrahmt musikalisch die Hausfasnet und begleitet anfangs die Tautschbuchhexen,
später dann den Narrenverein und die Hexen gemeinsam bei ihren Umzügen.

1985  Die KlJB veranstaltet am Glombigen Donnerstag den 1. Kinderball.
 Die Organisation wird Jahre später vom Sportverein übernommen.

1985   Der Blockstreckerexpress wird durch einen Safariwagen ersetzt, auf dem u.a. die Daugendorfer Symbolfigur-die Giraffe-aufgebaut wird. Leben auf den Wagen bringen dann die vielen Kinder ,  die als Afrikaner oder als Tiere verkleidet

1986  Für das Musikertreffen an Pfingsten wird eigens ein Wagen mit der bekannten Blockstreckerszene, dies und jenseits des Donauufers,in mühseliger Fleißarbeit neu erschaffen. Die Bürgermeister, Ratsherren, Schreiner, Kutscher und Pferde sorgen für eine würdige Auffrischung der Blockstreckergeschichte.
Der Blockstreckerwagen kommt immer wieder bei den Umzügen zum Einsatz.

1988  Die Obernarren haben beschlossen den NV Giraffe in NV Blockstrecker umzubenennen. Mit dem Narrenruf :Block-Strecker

1989  Paul Huber aus Riedlingen schreibt den ersten Daugendorfer Narrenmarsch .

1990 Die Blockstrecker werden jetzt offiziell als Verein ins Amtregister als Narrenzunft Blockstrecker Daugendorf e.V eingetragen.
Die Blockstrecker-laufgruppe bekommt neue Häser: die Gruppe setzt sich aus Hoher Rat mit Frauen, Fuhr und Zimmerleute mit Balken zusammen.


Die Tautschbuchhexen werden bei der NZ aufgenommen, neu eingekleidet, mit Laufnummern versehen und springen seitdem offiziell als Gruppe der NZ mit.

1992 Wegen den schlechten Wetterbedingungen findet der Blockstreckermarkt in Zukunft in der Gemeindehalle statt.

1994 Die NZ beantragt die Mitgliedschaft in der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte.(VFON)


1995 Der 1.Narrenbaum wird gestellt.
Dies übernehmen die Zimmermänner der Firma Traub. Anschließend findet wie gewohnt der Nachtumzug statt.


1995  Am Fasnetssonntag wird das von Hr. Hohl aus Eggmansried entworfene neue Narrenhäs Fuhrmann vorgestellt.
1996  War der Fuhrmann an der vergangenen Fasnet noch einmalig, so schlüpften in diesem Jahr 15 Erwachsene in das neue Häs.

1996 Die NZ wird von der VFON für die nächsten 3 Jahren als Gastzunft aufgenommen.

1997  Der Ausschuss beschließt, dass auch die Zell-Bechinger in der NZ aufgenommen werden. Somit besteht die Möglichkeit, dass Einwohner aus Daugendorf, Grüningen und Zell-Bechingen der NZ beitreten können.

1998  Staig Guscht (August Mohn, Daugendorfer Heimatdichter)schreibt einen neuen Daugadorfer Narramarsch.

1989  Der 1.Nachtumzug wird organisiert. Mit Fasnetseröffnungstanz und Liveband, Aufführungen in der Halle, närrisches Treiben im Hexenzelt und in den Besenwirtschaften.

1998 Die 1. Klasse wird nach Unlingen verlegt und Daugendorf bekommt einen Kindergarten.

1999  Am Fasnetsfreitagmittag besucht die NZ jetzt immer,  in Begleitung des Fanfarenzuges, die erwartungsvollen Kindergartenkinder

2000 Die Narrenzunft Blockstrecker wird in die Vereinigung Oberschwäbischer Narrenzünfte aufgenommen.

2003 Die Fuhrmänner sorgen am Fasnetssonntagmittag nach dem Hausumzug für ein gemütliches Beisammensein. Im Rathaus besteht seitdem die Möglichkeit, sich mit selbstgemachten Kuchen und Kaffeee zu verwöhnen.

2004 Die Aufnahmebedingungen lockern sich.Es besteht für alle umliegenden Gemeinden  die Möglichkeit bei der NZ Mitglied zu werden .Aktiv kann man bei den Fuhrmännern und der Blockstreckerlaufgruppe mitspringen.

2004  Sehr zum Bedauern der Bevölkerung, gibt die fahrbare Bühne mit ihren legendären Theaterstücken zum letzten Mal ihr Bestes.

2008 Aus der Fuhrmannsgruppe erwacht ein Schneller und nimmt erstmals an einem Umzug teil. Nach vereinsinterner Ausbildung besteht die Gruppe heute aus 4 Personen

2011 Um den Fasnetssonntagmittag  wieder mit Leben zu füllen,
findet erstmals und seitdem nach dem Hausumzug das Gaudi-Renna statt.

2011 Michael Reiter komponiert auf Wunsch der NZ nach der Grundlage des Blockstrecker-gedichtes von Michel Buck(1832-1888) ein Blockstreckerlied.
Seitdem werden beide Versionen (Narrenmarsch von Staig Guscht und das Blockstreckerlied) gesungen.

2015 Der Kindergartenbesuch wird auf morgens gelegt.
Begleitet wird die NZ zukünftig von Michael Reiter mit seinen Daugendorfer Jungmusikanten.

Es war einmal ...

HAUSFASNET in Daugendorf

Der  Fasnetsbrauchtum wurde in Daugendorf  schon immer  von jung und alt mit viel Humor gefeiert. Die Hausfasnet war damals bedeutend und wurde mit viel Freude, Einfallsreichtum und Engagement durchgeführt.

Die gesamte Fasnet über wurde die Wirtshausfasnet gelebt, Hausbälle abgehalten und in den verschiedenen „Privathäuser“ gevespert und gefeiert.

Für die Kinder war sicher die „Gabel“ am Glombigen Donnerstag ein wichtiger Tag. Da sprangen sie verkleidet, mit viel Spass und  großem Geschrei im ganzen Ort als „Gole“ umher.

Am Fasnetssonntag wurde von den jungen Burschen die Fasnet verkündet, wobei unter Anderem heitere Geschehnisse des vergangenen Jahres in humorvollen Gedichten aufgefrischt wurden.

Es fanden auch manchmal kleine Umzüge mit selbstgebauten Wagen und Laufgruppen statt. Der Hausumzug am Fasnetssonntag war in der Regel meist nur ein „Marsch durch das Dorf“, denn außer Musikkapelle und einem Fasnetswagen , wirkte kaum jemand mit. Nach dem “Marsch“ vom Neuen Haus bis zum Sterna ging es nach Zwiefalten wo sich die Narren am Umzug beteiligten. Abends wurde von den örtlichen Vereinen der Bürgerball organisiert und  im Engelsaal gefeiert.

Die Landjugend nahm mit ihrem selbstgebauten“ Wagen“ am Umzug in Zwiefalten und am Rosenmontag in Unlingen teil.

Am Fasnetsdienstag bereicherten dann alle Daugendorfer Narren mit ihren Fasnetswagen, den Laufgruppen und dem Musikverein gemeinsam den Riedlinger Umzug.

Als Ausklang der Straßenfasnet wurde am Fasnetsdienstag, mit Unterstützung der Musikkapelle, abends der Lampionsumzug durchgeführt. Im Anschluss daran verteilte die Ortsverwaltung an den Narrensamen Wurst und Wecken.

Unsere Vorstände

1976 - 1980
Vorstand: Walter Beck, Stellvertreter: Richard Szyszko

1980 -1984
Vorstand: Franz Blatter, Stellvertreter: Richard Szyszko

1984 - 1998
Zunftmeister: Ernst Kopp, Stellvertreter: Richard Szyszko

1998 -2000
Zunftmeister: Ernst Kopp, Stellvertreter: Rainer Blersch

2000 -2002
Zunftmeister: Ernst Kopp, Stellvertreter: Richard Szyszko

2002 -2004
Zunftmeister: Ernst Kopp,  Stellvertreterin: Petra Schmid

2004 -2011
Zunftmeisterin: Petra Schmid, Stellvertreter: Karl Gnannt

2011 -2015
Zunftmeisterin: Petra Schmid, Stellvertreter : Detlef Honig

2015 - 
Zunftmeisterinnen: Sigrid Stöckler und Sigrid Halbherr

seit:
Zunftmeisterinnen: Sigrid Stöckler und Nora Stotz

Unsere Hexenmeister

1989-1995
Max Widmer

1995-1997
Bernd Ebe

1997-2015
Rolf Blatter

Seit 2015
Johannes Ruess 

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